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Presse­mit­teil­ungen

 
 

 
 

Volle Stadthalle bei der Informationsveranstaltung des Ortenaukreises zur Agenda 2030 in ­Ettenheim

 
 
Viele Emotionen: „Sie lügen mit Ihren Statistiken“

Die Verantwortlichen bei Landkreis und Ortenauklinikum haben wohl mit dem Schlimmsten gerechnet: Wer bei der Informations-Veranstaltung zum Verbleib des Ettenheimer Klinikums in der Stadthalle dabei sein wollte, musste zuerst am Sicherheitspersonal vorbei, Taschen wurden durchsucht. Einer der Sicherheits-Mitarbeiter meinte: „Bei der Veranstaltung in Kehl hätte nur jemand Attacke rufen müssen und die Leute wären aufs Podium gestürmt.“

 
Wie emotional die Diskussion um den Ettenheimer Klinik-Standort geführt wird, zeigte sich bereits bei der Eröffnungsrede von Landrat Frank Scherer: Buhrufe, höhnisches Gelächter und Pfiffe schlugen ihm am Rednerpult entgegen. „Da können Sie ruhig pfeifen, das ist so“, konterte der oberste Kommunalbeamte des Landkreises in Bezug auf seine Aussage, für ihn stünden in erster Linie „die Menschen und deren Versorgung im Vordergrund“. Das sollte nicht der einzige Moment bleiben, an dem die Stimmung in der voll besetzten Stadthalle hochkocht.

 
Dies vermochte auch ein eigens engagierter Moderator während der Fragerunde nicht zu verhindern. Seine Appelle, ruhig zu bleiben sind im Saal verhallt.

 
 
Während etwa Klinikchef Christian Keller die Auslastung der Betten erläuterte, steht Boris Weber, Arzt in Ettenheim, von seinem Platz auf und feuert ohne Mikrofon eine Breitseite in Richtung Podium: „Sie lügen mit Ihren Statistiken“, ruft der Mediziner wütend. Keller reagiert ungehalten: “Vorher haben Sie geredet und jetzt rede ich“, sagt er vehement. Pfiffe tönen aus dem Publikum, einige erheben ihre Stimme: „Und wer begrenzt die Redezeit eigentlich für Sie?“ Der Moderator verstummt, Scherer wirft einen flüchtigen Blick zu Keller. Die Diskussion geht weiter. „Schauen Sie sich doch um in Deutschland“, wirft der Klinikchef ein. Krankenhaus-Standorte, „um die man sich nicht gekümmert hat, sind geschlossen oder privatisiert worden.“

 
Derweil ist unter den Fragestellern auch Kritik laut geworden, dass eine halbe Stunde für den Transport ins Klinikum Lahr viel zu knapp sei. „Die 30 Minuten sind ein Durchschnittswert. Auf irgendeiner wissenschaftlichen Basis muss man rechnen“, sagt Keller – erneut schallen Pfiffe und Gelächter. Und weiter geht es mit der nächsten Frage.

 
Die Informations-Veranstaltungen über den Verbleib der Klinik-Standorte im Landkreis fanden bereits in den vergangenen Wochen in betroffenen Gemeinden statt. Diesen Donnerstag kamen die Verantwortlichen nun nach Ettenheim in die Stadthalle. Auf dem Podium beantworteten neben Landrat Frank Scherer unter anderem Christan Keller, Geschäftsführer des Ortenauklinikums, und Chefarzt Lothar Tietze die zahlreichen Fragen des Publikums.

 
 

 
agenda2030

Text: Alexander Kauffmann, Lahrer Zeitung
Foto: Sandra Decoux-Kone

 

 
 
 
 
 

Klinikinitiative: Bettenkonzentration dünnt ländliche Räume aus

 
 
Vergleich:

Derzeitige Betten gegenüber dem favorisierten Vorschlag mit 4 Standorten

 
Das Gutachten schlägt die Schließung von Standorten und die Verlagerung von Klinikbetten vor. Wie sich die Betten verschieben, zeigt unsere Grafik.

 
Den Klinikbetten folgen niedergelassene Ärzte, Therapeuten und weitere Gesundheitsdienstleister. Die vorgeschlagene Klinikstruktur verschiebt medizinische Leistungen zu Lasten Ländlicher Räume.

 
Die Arbeitswege vieler Mitarbeiter werden länger. Der jetzt schon erkennbare Mangel von Ärzten auf dem Land wird mit Umsetzung dieses Vorschlags größer.

 

 
 
 
betten

 
 

 
 
 

Enttäuschung und mehr als ein Funke Hoffnung – Stellungnahme der Klinikinitiative LEBEN:

 
Der Krankenhausausschuss hat am 12.06.18 mit deutlicher Mehrheit die Durchsetzung der Agenda 2030 für das Ortenau Klinikum beschlossen. Klinikneubauten soll es in Offenburg und in Achern geben. Erhalten werden sollen die Krankenhäuser in Lahr und in Wolfach. Ab dem Jahr 2030 sollen die Standorte Kehl, Oberkirch und Ettenheim aufgegeben werden. Die Schließung des Gengenbacher Krankenhauses ist bereits im vergangenen Jahr vom Kreistag beschlossen worden.

Für die drei Krankenhäuser, die geschlossen werden sollen, wurde eine Überprüfungsklausel beschlossen. Bis zum Jahr 2025 soll überprüft werden, ob die Schließung tatsächlich erfolgt oder ob es inzwischen Gründe gibt, die für einen Fortbestand dieser Häuser sprechen.

Als Klinikinitiative sind wir über diesen Vorschlag des Krankenhausausschusses an den Kreistag, der am 24.07.18 endgültig entscheiden wird, natürlich überhaupt nicht glücklich. Wir bedauern, dass die vielen guten Argumente für das Krankenhaus Ettenheim in der Entscheidung kein Gehör fanden.

 
 
Gleichzeitig wollen wir aber auch die positiven Elemente hervorheben:

Am Krankenhaus Ettenheim soll es künftig wieder 2 funktionierende OP-Säle geben. Dazu wird mindestens einer neu gebaut. Wenn die Betriebsabläufe es erfordern, auch zwei. Dafür stehen 3 Mio. € bereit. Eine verwaltungsseits vorgesehene Kürzung um 1 Million wurde von der Verwaltung zurückgezogen und die 3 Mio. € mögliche Investitionsmittel vom Krankenhausausschuss einstimmig bestätigt. Nun müssen die Planungen zügig vorangetrieben werden.

Die apodiktische Formulierung, dass im baulichen Masterplan in Lahr die „Vorbereitung zur Integration des Standorts Ettenheim“ erfolgt, was nicht anderes bedeutet als Aufgabe des Standorts und entsprechender Neubau dort, wurde relativiert.

Für die Innere Abteilung, die seit Jahrzehnten erfolgreich von Dr. Vetter geführt wird, gibt es mit seinem Eintritt in den Ruhestand im Laufe des Jahres 2019 eine Nachfolgeregelung. Sie steht unter der Leitung von Prof. Mohr des Krankenhauses Lahr mit Fachärzten, die diese wichtige Abteilung für die Menschen der Region fortführen werden.

Getragen von der 21.000-fachen Zustimmung der Menschen der Südlichen Ortenau und des Nördlichen Breisgaus werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ettenheimer Krankenhauses für die Menschen da sein und ihre wertvolle Arbeit engagiert fortsetzen. Dies ist unsere feste Überzeugung.

 
 

 
 
 
 
 

Warnung vor "Gesundheitskollaps"

 
In einer Pressekonferenz am Freitag haben niedergelassene Ärzte vor einer Schließung des Ettenheimer Krankenhauses gewarnt

 
Einem Aspekt, dem nach Meinung vieler in der südlichen Ortenau und im nördlichen Breisgau bei der aktuellen Strukturdebatte um die künftige Kliniklandschaft in der Ortenau zu wenig Bedeutung beigemessen wird, hat die Klinikinitiative "Leben" besonderen Raum eingeräumt: der medizinischen Fachargumentation durch niedergelassene Ärzte.

 
Um die Sicht von Boris Weber, Frank Berg (beide Ettenheim) und Monika Knab (Herbolzheim) auf den Punkt zu bringen: Kleinen Häusern wie dem Ettenheimer Krankenhaus die Daseinsberechtigung abzusprechen, sei falsch. "Nicht alles wird in großen Häusern automatisch besser gemacht", so die Beobachtung von Boris Weber. Thomas Breyer-Mayländer, Sprecher der Initiative, nannte die These, große Häuser würden grundsätzlich ökonomischer geführt als kleine, falsch.

 
Vorteilhafter für die Verzahnung von überweisenden Ärzten mit dem Krankenhaus sind, wie alle im Podium sitzenden niedergelassenen Ärzte betonten, kleine Häuser, die als solche nicht zwangsläufig technisch rückständig sein müssen. Techniken wie die Telemedizin können laut Boris Weber an kleinen Häusern genauso angewandt werden. Als Ausbildungsstätten für angehende Ärzte sieht der Mediziner in den kleinen Häusern mit ihrem Leistungsspektrum große Vorteile.

 
Sorgen müsse man sich bei der angedachten Schließung des Ettenheimer Krankenhauses, die im Strukturgutachten Agenda 2030 für das Ortenau-Klinikum gefordert wird, um das breite Angebot an Hausarztpraxen in der Stadt machen. Wenn Aspekte wie Heimatnähe – besonders für ältere Menschen – oder verkehrsgünstige Anbindung auch als "weiche Faktoren" einzustufen seien, seien sie gerade für den Gesundungsprozess zumindest von gleicher Wichtigkeit wie die ökonomischen Faktoren.

 
"Ettenheim ist für uns im nördlichen Breisgau ein Ersatz-Heimatkrankenhaus"
Monika Knab, Ärztin

 
 
Webers Überzeugung, dass beim Wegfall des Ettenheimer Klinikums zahlreiche Patienten künftig den Weg nach Freiburg antreten werden, konnte Monika Knab für den nördlichen Breisgau unterstreichen. Knab brachte den Vorteil der Erfahrung mit, all die Konsequenzen einer Klinikschließung – 2007 in Herbolzheim – zu kennen: nachteilige Veränderungen in der Infrastruktur, Suche nach freien Klinikbetten andernorts, Ausdünnung der Arztpraxen, waren die Stichworte, die sie nannte.

 
Unter diesen Aspekten sei sie immer froh gewesen, in Ettenheim ein Klinikum mit breitem Leistungsangebot in der Nähe zu wissen. "Ettenheim ist für uns im nördlichen Breisgau gleichsam ein Ersatz-Heimatkrankenhaus", betonte Monika Knab. Noch heute, elf Jahre nach dem Ende des Herbolzheimer Hauses, bevorzugten rund 60 Prozent ihrer Patienten das Ettenheimer Krankenhaus gegenüber den Kliniken in Emmendingen oder Freiburg.

 
Gerade für ältere Menschen stelle eine Schließung des Ettenheimer Krankenhauses ein Art Albtraum dar, gab Frank Berg Rückmeldungen von Patienten und Angehörigen wieder. Das Argument, es gebe zu viele Betten, sei "totaler Unsinn". Vielmehr hätten die Arztpraxen ständig mit dem Problem zu kämpfen, für ihre Patienten schnell ein Bett zu finden. In der Kette kein Klinikum und weniger Arztpraxen sieht Frank Berg die Gefahr des "Gesundheitskollaps".

 
Mit einer eigenen Petition wollen niedergelassene Ärzte, die sich auf die Rückendeckung von mehr als 20 000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern stützen, dem "insuffizienten Vorgehen der Gutachter und dem politisch abgekarteten Spiel der Politik" (Boris Weber) den Entscheidungsträgern im Ortenauer Kreistag die Sichtweise aus dem Alltag entgegensetzen. "Jeder Kreisrat darf gerne einmal einen Tag bei uns in der Praxis miterleben, um die Wirklichkeit kennenzulernen", so Weber, Berg und Knab unisono.

Text: Klaus Schade
Foto: Sandra Decoux-Kone
11.06.2018

 
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Klinikum Ettenheim braucht reale Chance

 
 
Eine mehr als 2 ½-stündige Diskussion entwickelte sich aus der Informationsveranstaltung zur künftigen Klinikstruktur in der Ortenau am Mittwochabend in Ringsheim. Der einladende Bürgermeister Pascal Weber konnte eine Reihe von Kollegen begrüßen, darunter Dietmar Benz, Mahlberg, Jochen Paleit, Kappel-Grafenhausen, Tilman Petters, Baubürgermeister aus Lahr, Kai Klare aus Rust sowie zahlreiche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie viele Ärztinnen und Ärzte und interessierte Bürger der Region. Er betonte, wie wichtig dieses Krankenhaus für die ganze Region ist.

 
Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz informierte über Zielsetzungen und kritisierte, dass die Gutachter auf den kleinen Häusern, insbesondere auch Ettenheim kaum eingegangen sind. Sachverhalte, wie die monatelange Personalleihe von Ettenheim nach Lahr im Jahr 2016 wirkten sich nun negativ für Ettenheim aus. Auch weitere Grundlagen des Gutachtens könnten kritisch betrachtet werden. Mit der vorgesehenen Veränderung der Klinikstruktur sei die größte Strukturveränderung der Ortenau verbunden. Die Konzentration von 240 zusätzlichen Klinikbetten in Offenburg gegenüber dem Ist-Stand geht zu Lasten der Ländlichen Räume. Es drohe der Verlust von medizinischen Leistungen, Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen. Die in Ettenheim früh eingesetzte Spezialisierung sowie die schlanke Struktur in Verbindung mit der Fusion mit dem Lahrer Krankenhaus werde zu wenig berücksichtigt. Ebenso die Strahlkraft in die südliche Nachbarregion der Ortenau.

 
Es folgten die Statements der Fraktionsvorsitzenden. Oberbürgermeister Klaus Muttach, Achern, in Ringsheim aufgewachsen, bekannte seine persönliche Nähe und wies auf Notwendigkeiten der Veränderung in der Kliniklandschaft hin. Gleichzeitig müssen aber auch den kleinen Häusern, die sich bewährt haben, eine Chance gegeben werden. So wie in Achern die Strahlkraft nach Norden gewürdigt wurde, müsse dies auch im Süden erfolgen in Ettenheim.

 

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Die Fraktion der Freien Wähler, Jürgen Nowak, betonte das Bemühen, bei schwierigem Umfeld eine gute Lösung für die Ortenau zu erreichen. Dabei sei nicht jeder Standort zu halten.

 
Günter Gorecky, der SPD-Fraktionsvorsitzende, bekannte, zur Minderheit in seiner Fraktion zu gehören, aber fest zum Ettenheimer Krankenhaus als Teil der Lahrer Klinik zu stehen.

 
Der Fraktionsvorsitzende der BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, Alfred Baum, wies darauf hin, dass es auch darum gehe, unnötige Parallelstrukturen in der Ortenau abzubauen. Der Kostendruck erlaube nicht alle Klinikstandorte zu erhalten. Er wies auf die mögliche Nachfolgenutzung mit Schwerpunkt im ambulanten Bereich hin.

 
Die intensive folgende Diskussion wurde vom Ettenheimer Stadtrat Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer geleitet. Dabei musste er mehr als einmal seine große Moderationserfahrung anwenden. Immer wieder kochten die Emotionen unter den zahlreichen Zuhörern auf.

 
So wies der Ettenheimer Allgemeinmediziner Dr. Boris Weber sowie mehrere weitere Ärzte in der Folge auf den Wert der stufigen Gesundheitsversorgung über Kliniken der Grundversorgung sowie der Spezialisierung und der Maximalversorgung hin. Es seien gerade die kleinen Häuser, in denen vielfach ältere Menschen besser aufgehoben seien als in großen. Diese kleinen Häuser seien die prädestinierten Aus- und Weiterbildungsstätten für künftige Hausärzte, die ein breites Wissen auf vielen Feldern, z.B. der Inneren Medizin aufbringen müssen, wie es in hoch spezialisierten Kliniken gar nicht mehr möglich sei.

 
Sowohl Gemeinderäte wie Kreisräte, darunter Dr. Debacher und Bürgermeister Kai Klare aus Rust, machten deutlich, dass den Worten im Blick auf den am Tag zuvor beschlossenen OP-Neubau in Ettenheim nun rasch Taten folgen müssen.

 
Abschließend stellten alle Fraktionsvorsitzenden fest, dass das Ettenheimer Krankenhaus eine faire Chance brauche, dass die spezifischen Aspekte des gut aufgestellten kleinen Krankenhauses stärker Berücksichtigung finden müssen, man dies in die Arbeit des Krankenhausausschusses und des Kreistages mitnehme.

 
Minister a.D. Helmut Rau, der Sprecher der Klinikinitiative LEBEN dankte einerseits allen, die über Unterschrift und Mittun die Initiative um den Erhalt des Ettenheimer Krankenhauses unterstützen und erklärte, dass die Arbeit mit der Übergabe der über 20.000 Unterschriften an den Landrat längst nicht erledigt sei. Man müsse sich kritisch mit den Grundlagen der Entscheidung, dem Gutachten des Hamburger Büros Lohfert & Lohfert, auseinander setzen und die zahlreichen guten Gründe für den Bestand des Ettenheimer Krankenhauses stärker in die Waagschale werfen.

 
 

 
 
 
 
 
 

Pressemitteilung

 

 
Überwältigender Einsatz der Menschen für das Krankenhaus Ettenheim

 
Rau: „Über 20.000 Unterschriften sollten den Kreistag nicht kalt lassen“

 
Über 20.000 Menschen aus Ettenheim und Umgebung haben sich mit ihrer Unterschrift dafür eingesetzt, dass das Krankenhaus Ettenheim eine Zukunft für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der südlichen Ortenau und dem nördlichen Breisgau erhält.

 
„Wir danken von Herzen all denen, die mit ihrem guten Namen öffentlich für das Krankenhaus eintreten und denjenigen die ihre Zeit gegeben haben um die Unterschriften zu sammeln“, erklärten die Initiatoren der Klinikinitiative LEBEN, die Bürgermeister Bruno Metz und Kai-Achim Klare sowie Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer und Minister a.D. Helmut Rau.

 

 
 
Was diese Menschen jetzt erwarten dürften, so Helmut Rau bei der Übergabe der Unterschriften an Landrat Frank Scherer, seien nicht schnelle Entscheidungen auf der Basis eines mehr als angreifbaren Gutachtens sondern eine gründliche Auseinandersetzungen mit den Sachargumenten, die für ein Krankenhaus in Ettenheim im Klinikverbund Lahr-Ettenheim sprechen. „Wenn Sie das tun, dann kommen Sie zu dem Ergebnis, dass Ettenheim eine faire Chance verdient hat, sich mit den Elementen Grundversorgung und Spezialleistungen, welche keine Hochspezialisierung von Ärzten und Geräten erfordern und in einer Portalfunktion in Richtung Süden zu entwickeln“, appellierte Helmut Rau an den Landrat.

 
Die Vertreter der Klinikinitiative LEBEN machten deutlich, dass die Übergabe der über 20.000 Unterschriften nicht der Abschluss sondern der Startschuss für weitere Aktionen sei, die sich insbesondere mit den Schwächen des Gutachtens, das wohl als Entscheidungsgrundlage für die Gremien gesehen werden, auseinandersetze.

 
„Erst wenn wir eine ernsthafte Perspektive für das Krankenhaus Ettenheim erkennen, ist unser Auftrag erfüllt“, erklärten die Initiatoren.

 
 

 
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